Die kleinen Freuden

Ich hab ja schon das Gefühl, wir haben seit Monaten eine Glückssträhne, irgendwann müsste das ja mal zu Ende gehen.
Aber dann passieren immer wieder so kleine Dinge, die zeigen, es reißt nicht ab.
Der Nachmieter übernimmt unsere Küche und eventuell auch weitere Möbel und das allerallerbeste: Wir müssen gar keine Tapeten in der alten Wohnung abreißen. Das wäre so eine blöde Arbeit gewesen, und so unproduktiv, wir hatten schon nicht so gute Laune beim Gedanken daran. Und nu – einfach weg das “Problem”. Ist das nicht herrlich?

U7

Felicitas hat die U7 problemlos “bestanden”. Wobei ihr das auch nicht schwer gemacht wurde. Außer der körperlichen Untersuchung wurden ihr nur ein, zwei Fragen gestellt (Nase zeigen, Ente zeigen) und das Laufen begutachtet. Ich bin (mal wieder) von der Oberflächlichkeit in dieser Kinderarztpraxis nicht begeistert. Wir werden ja sowieso jetzt den Arzt wechseln müssen nach dem Umzug.

Als einzigen Tipp bekamen wir mit auf den Weg, ihr den Schnuller noch abzugewöhnen – aber auch nicht direkt jetzt, wenn das Geschwisterchen kommt. Ich denke irgendwann bis zum dritten Geburtstag kriegen wir das auch hin. Ich mag den Schnuller sowieso gar nicht, aber zum Schlafen braucht Feli den Halt noch sehr.

Ihre technischen Daten mit genau 23 Monaten sind:

Größe: 83cm
Gewicht: 12kg
Kopfumfang: 47cm

Feli hat die Untersuchung (messen, Herz abhören, Bauch abtasten) ü-ber-haupt nicht gefallen und sie hat ihrem Titel Drama-Queen alle Ehre gemacht. Sie kann es einfach nicht ausstehen, wenn fremde Menschen einfach so ihren Körper anfassen oder sie festgehalten wird. Da nützt es auch nichts, wenn sie dabei auf Papas oder Mamas Arm ist. Eigentlich finde ich das eine sehr gute Eigenschaft von ihr, auch wenn es beim Arzt natürlich unpraktisch ist.

Geschützt: Nach sechs Wochen Renovierung

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Es geht voran

Noch drei Wochen bis zum Umzug.

Das Bad hat nach sehr vielen Arbeitsstunden für den Einzug der neuen Wand, die Vorbereitung der Rohre und Leitungen und das Begradigen der krummen, schiefen Wände seine endgültige Form angenommen, es hat sogar schon einige Fliesen. Nächste Woche beginnt die Sanitärinstallation.

Die Elektrik funktioniert jetzt endlich, das war aber ein Drama. Keine Ahnung wie die Mieter den Zustand vorher als annehmbar empfinden konnten und wie sie das heile überlebt haben.

Einige Räume haben Tapeten, bald wird Laminat gelegt.

Heute kam der neue, große Kühlschrank, für mich ein Meilenstein.

Es sieht momentan so aus, als könne es beim 17.03. als Umzugsdatum bleiben, d. h. bis dahin haben wir ein Bad, eine Küche und die Schlafräume sind benutzbar.

Mit ganz viel Glück kriegen wir die neuen Fenster und Türen auch grad noch so vorher, sonst halt in der ersten Woche nach Umzug.

Ich empfinde gerade etwas wie die Ruhe vor dem Sturm. Schreibe Listen für Sperrmüll und packe den ein oder anderen Umzugskarton.

Sehr viel Vorfreude.
Die nächsten Wochen und Monate werden total stressig und ziemlich chaotisch. Alles wird viel langsamer laufen als ich mir irgendwann mal vorgestellt hatte. Viel weniger wird bis zur Geburt der kleinen Schwester geschafft sein, aber das Nötigste. Und den Rest machen wir dann nach und nach. Dann sind wir ja drin in unserem Haus. Bis Weihnachten will ich es “schön” haben und alle anderen Zeitplanungen sind auch zu unrealistisch zu schaffen. Damit habe ich mich abgefunden. Ich muss meine Kraft und Zeit-Kapazität einteilen. Und nebenher diese aufregende Lebensphase auch ein wenig genießen.

Langweilig

Der Frauenarztbesuch mit dem 3. und letzten Vorsorge-Ultraschall war langweilig.
Alle Werte sind komplett zeitgerecht und durchschnittlich. Mehr will ich ja gar nicht.
Der Gebärmutterhals ist auch erfreulich lang – hab ich mich also doch genug geschont.

Mein Arzt war nur ein wenig besorgt, weil ich gar nicht mehr wiederkommen will, sondern die restliche Vorsorge mit der Hebamme machen werde. Ich habe ihn beruhigt, dass ja bei der Anmeldung im Krankenhaus auch noch mal Ultraschall gemacht wird.

Ich brauche diese ärztlichen Untersuchungen nämlich gar nicht. Zumindest solange das Kind sich so gut und “standardmäßig” entwickelt und ich mich trotz aller Wehwehchen normal, eben schwanger, fühle.

Noch maximal acht Wochen…

Privatsphäre

Feli hat (schon seit längerem, aber aus sporadisch wurde nun regelmäßig) die neue Angewohnheit, einfach mal in ihr Zimmer oder ein anderes Zimmer zu gehen und die Tür hinter sich zu schließen. Und dann kramt sie da rum. Bringt alle Kuscheltiere ins Bett. Oder legt sich ins Elternbett, deckt sich ordentlich zu und “liest” mein Buch. Oder putzt im Bad mit dem Handfeger. Oder was weiß ich – ist eben ihre Privatsache ;) .

Nach einer Weile will sie dann wieder raus und ruft mich. Denn selber die Tür öffnen kann sie (ohne Hilfsmittel wie einen kleinen Stuhl) noch gar nicht.

Kein Spaß

Es macht mir keinen Spaß, schwanger zu sein.
So gar nicht.
Ok, ja, ich gebe zu, es ist sehr schön das kleine Menschlein zu spüren und zu wissen, es ist alles wunderbar und es kommt ja auch bald und das ist spannend und wir freuen uns, es dann kennenzulernen.

Aber sonst? Nee. Ich verzichte gerne – geht ja nur leider nicht.

Ich bin quasi völlig immobil. Sobald ich irgendwas mache, krieg ich einen harten Bauch, oder Übungswehen, oder Migräne, oder Ischias, oder Rücken, und ich renne 50 mal am Tag auf’s Klo. Nachts kann ich nicht schlafen und renne auch noch mal 50 mal auf’s Klo.

Zum Bettenbeziehen zum Beispiel brauche ich drei Anläufe, bis ich es fertig habe. Dazwischen muss ich mich nämlich hinsetzen. Genauso ist es beim Kochen, Wäsche falten, bei allem eben.

Heute hab ich es mal wieder versucht und bin mit zum Haus gefahren. Nur für kurze Zeit, während die Fenster vermessen wurden. Dabei bin ich einmal zwei Treppen rauf gestiegen und am Ende zwei wieder runter. Und dann stand ich da an die Wand gelehnt und pustete den Schmerz im Bauch weg. Ganz super!
(Das Baby muss noch mindestens sechs Wochen drin bleiben. Am besten noch acht oder neun Wochen.)

Auf der Rückfahrt stellte ich fest, das Autofahren auch nicht mehr so toll ist. Die Sitzposition ist ungünstig und das Kind drückt mir unangenehm sowohl gegen Bauchdecke als auch gegen den Rücken. Als ob es nicht genug Platz hätte.

Das macht mich so traurig, dass ich gar nichts mehr machen kann und auch mit Feli nicht mehr so rumtoben kann.

Mit Feli im Bauch ging es mir am Ende ähnlich, aber da hab ich mich auf das Sofa gelümmelt und den halben Tag nur DVDs geschaut…die Umstände sind jetzt etwas anders.

Geschützt: Nach vier Wochen Renovierung

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Was ich nicht vermissen werde…

…an unserer Mietwohnung:

Den Platzmangel.
Die schreckliche zusammengewürfelte Einrichtung.
Den dritten Stock.
Die schwerhörige Nachbarin, ihren lautgestellten Fernseher und vor allem ihren Sohn, der spät abends mit ihr diskutiert (“MUTTER!”).
Dass ich immer leise sein muss, wenn Feli schläft.
Die furchtbare Klingel.
Dass die Gärtner immer während der Mittagsruhe mit ihren Gerätschaften anrücken.
Dass die Nachbarn bzw. deren Besuch durchs Treppenhaus trampeln.

Organisationswut

Diese Woche ist die große Orga-Woche.

Telefon und Internet sind zum Umzug angemeldet.
Fenster bestellt.
Badezimmer bestellt.
Laminat bestellt.
30 Rollen Tapeten besorgt (vorher erstmal rausgefunden, wo es so viele überhaupt auf einmal und mit Rabatt zu kaufen gibt).
Einiges für die Gestaltung des Hauseingangs besorgt.
Ein paar Zimmertüren liegen bereit.
Morgen kommt noch eine Finanzberaterin wegen Wohngebäudeversicherung und auch zum allgemeinen Finanzcheck, mal schauen was die von meinem Finanzplan für die kommenden Jahre hält.
Jede Menge Termine für nächste Woche gemacht.

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