Es macht mir keinen Spaß, schwanger zu sein.
So gar nicht.
Ok, ja, ich gebe zu, es ist sehr schön das kleine Menschlein zu spüren und zu wissen, es ist alles wunderbar und es kommt ja auch bald und das ist spannend und wir freuen uns, es dann kennenzulernen.
Aber sonst? Nee. Ich verzichte gerne – geht ja nur leider nicht.
Ich bin quasi völlig immobil. Sobald ich irgendwas mache, krieg ich einen harten Bauch, oder Übungswehen, oder Migräne, oder Ischias, oder Rücken, und ich renne 50 mal am Tag auf’s Klo. Nachts kann ich nicht schlafen und renne auch noch mal 50 mal auf’s Klo.
Zum Bettenbeziehen zum Beispiel brauche ich drei Anläufe, bis ich es fertig habe. Dazwischen muss ich mich nämlich hinsetzen. Genauso ist es beim Kochen, Wäsche falten, bei allem eben.
Heute hab ich es mal wieder versucht und bin mit zum Haus gefahren. Nur für kurze Zeit, während die Fenster vermessen wurden. Dabei bin ich einmal zwei Treppen rauf gestiegen und am Ende zwei wieder runter. Und dann stand ich da an die Wand gelehnt und pustete den Schmerz im Bauch weg. Ganz super!
(Das Baby muss noch mindestens sechs Wochen drin bleiben. Am besten noch acht oder neun Wochen.)
Auf der Rückfahrt stellte ich fest, das Autofahren auch nicht mehr so toll ist. Die Sitzposition ist ungünstig und das Kind drückt mir unangenehm sowohl gegen Bauchdecke als auch gegen den Rücken. Als ob es nicht genug Platz hätte.
Das macht mich so traurig, dass ich gar nichts mehr machen kann und auch mit Feli nicht mehr so rumtoben kann.
Mit Feli im Bauch ging es mir am Ende ähnlich, aber da hab ich mich auf das Sofa gelümmelt und den halben Tag nur DVDs geschaut…die Umstände sind jetzt etwas anders.
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